Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern

„Um Himmels Willen – das sind Fragen!“, sagt die Mutter, als der Sohn das Gespräch eröffnet; über Jahrzehnte war man sich ausgewichen. "Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern" ist das Protokoll einer späten Wiederbegegnung des Regisseurs mit seinen alten Eltern – und der Versuch einer persönlichen Geschichtsrevision.

 

Kinostart: 21.11.13
Genre: Dokumentarfilm
FSK: 0
Laufzeit: 93 Min.
Regie: Peter Liechti
Darsteller: -
OT: Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern (CH 2013)

Zurück zu den Wurzeln

Alle Menschen kommen irgenwann in ihrem Leben an einen Punkt, wo die Eltern (auch die verstorbenen) wieder an Wichtigkeit gewinnen. Spätestens dann, wenn sie selber Kinder kriegen, oder wenn sie irgendwie Bilanz ziehen, eine Lebenskrise zu bewältigen haben, oder sich grundsätzlich neu ausrichten wollen. Plötzlich sind die Eltern wieder ein Thema, plötzlich besinnt man sich auf früher und sucht die Verbindung wieder herzustellen mit der eigenen Herkunft, mit den alten "Instanzen". Nun ist Regisseur Peter Liechti selbst hier angekommen: "Wir stehen alle in einer langen Abfolge von Generationenwechseln, und jede Generation trägt die Errungenschaften, die Wertungen, Traumata und Utopien der vorhergehenden in sich. Deshalb muss uns auch daran gelegen sein, unsere eigenen Wurzeln zu kennen. Ein Bruch mit der Kindheit, ein "Löschen" der persönlichen Hintergründe macht uns zu Entwurzelten."

Mit Puppen-Szenen verdichtet der Regisseur sein Elternportrait zum fiktionalen Familientribunal. Eine Widmung an die Generation der über Achtzigjährigen, die sich still aus einer Welt verabschiedet, die längst nicht mehr die ihre ist.

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