Vom Nationaltrainer zum Filmstar
In der Zwischenzeit verdiente sich Li noch ein Paar Wushu-Goldmedaillen und wurde schließlich Nationaltrainer. Mit 19 Jahren war es dann soweit. Li gab sein Spielfilmdebüt 1982 in "Shaolin Temple". Der erste in der Volksrepublik China gedrehte Kung Fu-Film entfachte unter den chinesischen Jugendlichen eine nicht erwartete Sehnsucht nach dem "rechten Weg" und dem Kampfsport als philosophische Lebensanschauung, so dass die Regierung die Studenten streng ermahnen musste, ihre Ausbildungen nicht abzubrechen, um Shaolin-Jünger zu werden. Doch nicht nur der Kampfsport geriet in das öffentliche Interesse. Auch der junge Hauptdarsteller war plötzlich sehr gefragt. Darum drehte Li hurtig eine Fortsetzung, pausierte dann drei Jahre und kehrte als Regisseur und Star mit "Born To Defend" glorios auf die Leinwand zurück. Die späten 80er und frühen 90er Jahre hindurch spielte er rechtschaffende Helden, bis ihm 1998 der internationale Durchbruch als Bösewicht in "Lethal Weapon 4" gelang.