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"Glam Girls - Hinreißend verdorben" oder hinreißend real?

"Glam Girls - Hinreißend verdorben" oder hinreißend real?

Bald schon versuchen Penny (Rebel Wilson) und Josephine (Anne Hathaway) in "Glam Girls - Hinreißend Verdorben" als Trickbetrügerinnen einen jungen Unternehmer um sein Geld zu bringen.

Wir wollten es genau wissen und haben Frau Monika Matschnig, Expertin auf dem Gebiet der Körpersprache, zu Rate gezogen und gefragt, wie viel Authentizität tatsächlich hinter den Rollen unserer Protagonistinnen steckt.
 

Liebe Frau Matschnig, im Trailer sieht man, dass Penny zunächst vorgibt blind zu sein, um durch Mitleid die Aufmerksamkeit ihres Opfers zu erhalten. Ist es uns denn tatsächlich möglich, unsere komplette, individuelle Körpersprache bewusst an eine von uns gewählte Situation anzupassen?

Wir sind doch alle Verwandlungskünstler. Wir inszenieren uns fast immer, abhängig von der Situation. Wie sagte so treffend Shakespeare: "Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler, sie treten auf und gehen wieder ab."

Wir alle nehmen Rollen ein, um bestimmte Ziele zu erreichen oder Erwartungen zu erfüllen. Denken Sie über folgende Rollen nach: Als Chef, Mitarbeiter, Ehemann/-frau, Kumpel, Vater/Mutter, Liebhaber haben wir eine "Performance" zu erfüllen, also eine Vorstellung zu leisten. Die Kunst ist es, die Rollen so gut zu verkörpern, dass es authentisch wirkt. Mein Gegenüber muss sagen: "Der wirkt echt. Der wirkt glaubwürdig. Wahrhaftig, Authentisch." Gelingt mir das, dann komme ich meinem Ziel näher.

Es gibt die Grundregel: Je sozialer, desto weniger authentisch: Umso mehr Menschen anwesend sind, desto professioneller müssen wir eine Rolle spielen. Nur wenn wir ganz alleine in einem Raum sind, ist das nicht nötig, obwohl viele Menschen sich auch alleine etwas vorspielen. Die Anderen, die um uns sind, sorgen dafür, dass wir uns verstellen wollen und sollen. Entscheidend ist nur, dass ich mich mit den Rollen identifizieren kann, sonst gelingt es mir nicht. Das Innere muss mit dem Äußeren im Einklang sein.

Wir wirken immer. Die Frage ist nur wie? Der Schlüssel zur wahren Authentizität liegt im Wissen um die eigene Wirkung und die bewusste Entscheidung, wann wir welche Facette unserer Persönlichkeit einsetzen.



 

Josephine, die bereits Profibetrügerin ist, unterrichtet Penny. Dabei zeigt sie ihr auch den "Klassiker" unter den “Wie erweiche ich das Herz eines Mannes?”-Methoden: Die Tränen auf Kommando. Funktioniert das wirklich? Oder erkennt man den Unterschied zwischen echter und fingierter Trauer?

Ein Profi-Schauspieler lebt die Rolle. Er fühlt zum richtigen Zeitpunkt Trauer, Freude, Begeisterung, Wut etc. Somit sind die Tränen meist echt. Voraussetzung ist, dass wir bestimmte Emotionen in uns tragen und diese abrufbereit sind. Kommt die Emotion aus dem Inneren – weil ich an ein sehr trauriges Ereignis denke – so spiegelt sich die Trauer im gesamten Körper wider. Somit sind auch Tränen gewiss. Unser Körper zeigt unwillkürlich was wir denken und fühlen. Spiele ich die Trauer nur körperlich, dann herrscht eine Inkongruenz zwischen Innen und Außen, und jeder gute Beobachter fühlt diese Diskrepanz.
 

Wir betrachten es in unserer Gesellschaft als moralisch verwerflich, wenn ein Mensch, um des eigenen Vorteils willen, andere bewusst hinters Licht führt. Doch tun wir das nicht eigentlich alle, jeden Tag?

Na klar, wir alle manipulieren. Huch, da ist es, dieses schreckliche Wort. Alles was wir tun, tun wir immer für uns. Alles was wir tun, tun wir nur, um unsere eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Nehmen wir nur das Helfen. Wir helfen anderen, weil wir es wollen. Es ist unser Bedürfnis zu helfen oder wir wollen die Kontrolle behalten oder sogar Abhängigkeiten erzeugen. Wir spielen das trauernde Leid, damit wir Aufmerksamkeit erhalten. Und der Klassiker: "Ich tu ja alles nur für dich." Steckt dahinter nicht das Bedürfnis nach Anerkennung oder Liebe?



 

Und jetzt wollen wir es genau wissen. Wer lügt denn häufiger? Männer oder Frauen?

Pro Tag lügen wir zehn bis zweihundert Mal. Paul Ekman [ein US-amerikanischer Anthropologe und Psychologe, Anm. d. Red.] fand heraus, dass Frauen bis zu 180-mal und Männer bis zu 220-mal pro Tag flunkern. Wir alle lügen, schwindeln oder flunkern. Das ist wichtig und richtig. Würden wir immer die Wahrheit sagen, dann führten wir ein sehr einsames Leben. Voltaire sagte so treffend: "Die Lüge ist eine hohe Tugend, sofern sie Gutes tut." Das ist der entscheidende Punkt. Die prosozialen Lügen, Lügen die dem Schwindeln, Flunkern oder auch der Höflichkeit nahekommen, sorgen dafür, dass wir komplizierte Auseinandersetzungen umgehen und vieles harmonischer abläuft. Wann aber sollten wir Lügen erkennen? Wenn es egoistisch, respektlos und auf Kosten anderer gemacht wird. Das sind die antisozialen Lügen.
 

Monika Matschnig ist Diplompsychologin und Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz. Seit über 15 Jahren vermittelt die Körperspracheexpertin ihr Know-how an Führungskräfte, Politiker und Privatpersonen. Als Keynote-Speakerin begeistert sie jährlich tausende von Menschen mit ihren Vorträgen, Seminaren und Coachings. Ihre Bücher sind Bestseller und für ihr Engagement und ihre unterhaltsame, lehrreiche und motivierende Arbeit wurde sie zur "Speakerin des Jahres 2016" ausgezeichnet. Mehr Infos unter www.matschnig.com

 

 Glam Girls - Hinreißend verdorben – ab 9. Mai 2019 nur im Kino.

 

Glam Girls Plakat
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Von den Männern dieser Welt enttäuscht, verbündet sich Tollpatsch Penny (Rebel Wilson) der einer hochklassigen Trickbetrügerin Josephine (Anne Hathaway). Gemeinsam wollen sie auf Millionärsjagd gehen, um sich zu nehmen, was ihnen eigentlich nicht gehört. Nur Pennys unkultiviertes Auftreten steht dem Beutezug noch im Weg. Kurzerhand wird sie in die Kunst des Edelbetrugs eingeweiht. Auf dem Lehrplan stehen nun High Heels statt Hoodie und Tango statt Twerken. Ein waghalsiges Unternehmen – doch auch aus einem Ganoven-Entlein wird irgendwann ein ganz schön durchtriebener Schwan mit (sehr eigenem) Stil.

 

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