Durch einen Tiefschlag zum Titel
Schmeling war nicht nur ein Ausnahmeathlet, sondern auch ein Mensch mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Diese zu erzählen, hat sich nun Regisseur Uwe Boll aufgemacht, der bisher eher durch wilde Game-Verfilmungen wie "Alone In The Dark" oder "Schwerter des Königs" von sich Reden machte, nun aber zeigt, dass er auch ein dramatisches Biopic zu inszenieren weiß. Als besonderer Geniestreich erweist sich dabei die Besetzung der Titelrolle mit einer anderen deutschen Box-Legende: Henry Maske. Dabei ist der stets als "Gentleman" betitelte, ehemalige Halbschwergewicht-Weltmeister nicht nur in den Boxsequenzen ein Garant für die sportliche Authentizität, sondern zeigt auch ein enormes Talent als Schauspieler.
Die Handlung beginnt mitten im Zweiten Weltkrieg. 1943 soll der deutsche Soldat Max Schmeling einen englischen Gefangenen überführen und kommt mit ihm ins Gespräch. In Rückblenden erzählt Schmeling von seiner Boxkarriere, auf die mit der Machtergreifung durch die Nazis ebenso ein Schatten fiel, wie auf sein Privatleben. Am 12. Juni 1930 stand Schmeling in New York gegen den Amerikaner Jack Sharkey im Ring. Nach einem Tiefschlag von Sharkey konnte er nicht weiterkämpfen, wurde aber nach der Disqualifizierung seines Gegners zum neuen Weltmeister erklärt. Auf Grund der Wertung will er den Titel zunächst nicht annehmen, lässt sich aber von seinem Trainer Max Machon (Heino Ferch) und seinem Manager Joe Jacobs (Vladimir Weigl) doch dazu überreden.