Neue Show oder arbeitslos!
Hauptfigur in Spike Lees "schwarzer" Satire ist der farbige Schauspieler Damon Wayans, der als junger Harvard-Absolvent Pierrre Delacroix, der einzige afro-amerikanische TV-Autor seines Senders ist. Der quotenversessene Boss Dunwitty (Michael Rapaport) setzt dem bisher erfolglosen Delacroix die Pistole auf die Brust: Entweder er kreiert eine trendsetzende und schlagzeilenträchtige neue Show oder er wird gefeuert. Aber etwas nie da gewesenes zu schaffen, erscheint dem verzweifelten Delacroix schier unmöglich. Also kehrt er zu den Ursprüngen schwarzer Unterhaltung zurück: Der Minstrel Show. Diese Tradition wurde auf den Bühnen des 19. Jahrhunderts zum Leben erweckt, wobei weiße Schauspieler ihre Gesichter mit verbranntem Kork schwärzten und sich anmaßten die afro-amerikanischen Sklaven als faule, dämliche oder kindische Witzfiguren darzustellen. Die Vorführungen entwickelten sich zu parodistischen, Varieté-ähnlichen Darbietungen, die aus Musik, Tanz und Sketchen bestanden. Nach dem Bürgerkrieg wurde dieser Brauch dann von schwarzen Künstlern übernommen, die aber auch die von den weißen Schauspielern geschaffenen Klischees weiterführten.