American Football und Schauspielerei
Sylvester "Sly" Stallone gehört fraglos zu den ganz Großen in Hollywood. Auch, wenn seine Filme in den 90er Jahren nicht mehr ganz so toll an der Kinokasse liefen, so sind seine Filme dennoch stets Ereignisse der besonderen Art. Seit Stallone 1976 erstmals als der Boxer "Rocky" Balboa in Erscheinung trat, ist er aus dem Kinogeschehen nicht mehr wegzudenken.
Am 6. Juli 1946 erblickte Sylvester Gardenzio Stallone in New York das Licht der Welt. Er wuchs zunächst im berüchtigten New Yorker Stadtteil "Hell's Kitchen" auf, bevor er mit seinen Eltern nach Philadelphia umzog. Bereits während seiner Schulzeit dort entdeckte er seine Vorliebe für die Schauspielerei, konzentrierte sich aber zunächst auf seine andere Leidenschaft: American Football. Nach seinem Schulabschluß studierte Stallone für zwei Jahre am American College in Genf. Danach kehrte er in die USA zurück und schrieb sich an der Universität von Miami für das Fach Schauspiel ein. Doch er brach das Studium vorzeitig ab und ging nach New York, um sich dort der professionellen Schauspielerei zu widmen.
Erst nach unzähligen Vorsprechterminen gelang es Sylvester Stallone, eine Mini-Rolle in Woody Allens "Bananas" zu bekommen. Nebenbei versuchte er sich als Drehbuchschreiber - und dieses Talent kam ihm schließlich auch bei seiner Schauspielerkarriere zugute. Für "Brooklyn Blues - Das Gesetz der Gosse", in dem Stallone 1974 seine erste Hauptrolle spielte, schrieb er auch einen Teil der Dialoge. Mit der Gage aus dem Film finanzierte er seinen Umzug nach Hollywood, wo er die nächste Zeit mit Klinkenputzen bei sämtlichen Besetzungsagenturen verbrachte. Parallel schrieb Stallone an einem Drehbuch, das ihn kurze Zeit später zum Weltstar machen sollte, die Geschichte des Preisboxers Rocky Balboa, eine Rolle, die er sich quasi selbst auf den Leib schrieb.